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Die Möglichkeit der Normen
Über eine Praxis jenseits von Moralität und Kausalität
- Verlag: Suhrkamp
- 02.09.2015
- Buch
- 461 Seiten
- festgebunden mit Schutzumschlag
- ISBN: 978-3-518-58611-2
Bibliografische Daten
- AutorInnen: Möllers, Christoph
- Buchtitel: Die Möglichkeit der Normen
- Untertitel: Über eine Praxis jenseits von Moralität und Kausalität
- ISBN: 978-3-518-58611-2
- Verlag: Suhrkamp
- Produktart: Buch
- Seiten: 461
- Erscheinung: 02.09.2015
- Einband: festgebunden mit Schutzumschlag
-
Hersteller:
Suhrkamp Verlag AG
Tel: +49 30 7407440
Torstr. 44
DE-10119 Berlin
Fax: +49 30 740744199
E-Mail: verkauf@suhrkamp.de
URL: www.suhrkamp.de
Autor:innenbeschreibung
Christoph Möllers, geboren 1969, lehrt Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Produktbeschreibung
Wenn wir von Normen sprechen, denken wir zumeist an Vorschriften, die
unser Leben regeln – die uns sagen, was wir tun sollen oder was wir
nicht tun dürfen. Normen, so könnte man meinen, verlangen stets
bestimmte Handlungen oder Unterlassungen und erfordern eine moralische
Rechtfertigung. Aber stimmt das überhaupt? Lässt sich damit das
Gemeinsame all jener sozialen Praktiken, die wir als normativ bezeichnen
möchten, erfassen?
Christoph Möllers bestreitet das und behauptet, dass unser Umgang mit Normen an falschen Erwartungen leidet. Wir überfordern, so seine These, die Praxis des Normativen mit moralischen Ansprüchen und mit Hoffnungen auf Wirksamkeit. Beides verfehlt sie, denn die meisten Normen, denen wir begegnen, sind weder moralisch überzeugend gerechtfertigt, noch haben sie eindeutige Wirkungen. Dies ist kein Zufall, ja, es ist noch nicht einmal ein Problem, denn Normen erfüllen einen anderen Zweck: Indem sie eine bestimmte Möglichkeit des Weltverlaufs kennzeichnen und mit einer Bewertung versehen, erlauben sie es uns, inmitten einer Praxis zu ebendieser Praxis auf Abstand zu gehen und Alternativen zu ihr gegenwärtig zu halten. Dies funktioniert aber nur, wenn Normen eine distanzierende Spannung zur Welt aufbauen und auf Dauer stellen können. Ihre eigene Übertretung zuzulassen, so ein Ergebnis dieses Buches, ist deshalb nicht die geringste Aufgabe von Normen.
Christoph Möllers bestreitet das und behauptet, dass unser Umgang mit Normen an falschen Erwartungen leidet. Wir überfordern, so seine These, die Praxis des Normativen mit moralischen Ansprüchen und mit Hoffnungen auf Wirksamkeit. Beides verfehlt sie, denn die meisten Normen, denen wir begegnen, sind weder moralisch überzeugend gerechtfertigt, noch haben sie eindeutige Wirkungen. Dies ist kein Zufall, ja, es ist noch nicht einmal ein Problem, denn Normen erfüllen einen anderen Zweck: Indem sie eine bestimmte Möglichkeit des Weltverlaufs kennzeichnen und mit einer Bewertung versehen, erlauben sie es uns, inmitten einer Praxis zu ebendieser Praxis auf Abstand zu gehen und Alternativen zu ihr gegenwärtig zu halten. Dies funktioniert aber nur, wenn Normen eine distanzierende Spannung zur Welt aufbauen und auf Dauer stellen können. Ihre eigene Übertretung zuzulassen, so ein Ergebnis dieses Buches, ist deshalb nicht die geringste Aufgabe von Normen.