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Die Gesellschaft der Gleichen
- Verlag: Hamburger Edition
- 01.03.2013
- Buch
- 384 Seiten
- gebunden mit Schutzumschlag
- ISBN: 978-3-86854-257-8
Bibliografische Daten
- AutorInnen: Pierre Rosanvallon
- Buchtitel: Die Gesellschaft der Gleichen
- ISBN: 978-3-86854-257-8
- Verlag: Hamburger Edition
- Produktart: Buch
- Seiten: 384
- Erscheinung: 01.03.2013
- Einband: gebunden mit Schutzumschlag
- Format: 150 x 220 mm
-
Hersteller:
Hamburger Edition, HIS Verlagsges. mbH
Tel: +49 40 4140970
Mittelweg 36
DE-20148 Hamburg
Fax: +49 40 41409711
E-Mail: verlag@hamburger-edition.de
URL: www.hamburger-edition.de
Autor:innenbeschreibung
Pierre
Rosanvallon, Prof. Dr., Professor für neuere und neueste politische
Geschichte am Collège de France und Studiendirektor an der École des
hautes études en sciences sociales. 2002 rief er den internationalen
intellektuellen Workshop »La République des Idées« ins Leben, deren
Vorsitzender er ist. Die Gruppe gibt eine Online-Zeitschrift und Bücher
heraus. Er forscht und veröffentlicht zur Geschichte der Demokratie und
Souveränität, zur Geschichte des französischen Politikmodells sowie zu
aktuellen Fragen der sozialen Gerechtigkeit.
Produktbeschreibung
Ein Riss geht durch die Demokratien der westlichen
Gesellschaften. Immer größer werdende Einkommensunterschiede setzen das soziale
Band bis zum Zerreißen unter Spannung. Zwar haben die Bürgerinnen und Bürger
ihre Fähigkeit, sich einzumischen und ihren Einfluss geltend zu machen,
beständig erhöht. Doch während sich die politische Bürgerschaft auf dem
Vormarsch befindet, schwindet sie als soziale Körperschaft dahin. In dieser
Kluft liegt die größte Gefahr für die Demokratie selbst. Das Überleben der
Demokratie als »politische Form« ist – so Rosanvallon – an einen
Vergesellschaftungsmodus, an eine »soziale Form« gebunden, in der sich Gleiche
als Freie und Freie als Gleiche begegnen können.
Lassen sich Gleichheit und Freiheit sozial und politisch versöhnen? Kann die Gesellschaft der Gleichen tatsächlich auch eine Gesellschaft von Bürgerinnen und Bürgern sein, die sich in ihren Unterschieden, in ihrer Individualität wechselseitig anerkennen? Fragen, die Rosanvallon unmissverständlich bejaht. Insofern richtet er sich gegen jene neoliberalen Positionen, die im Namen vermeintlicher Leistungsgerechtigkeit das Lob der Ungleichheit anstimmen. Indem die Empörung gegenüber eklatanten Ungleichheiten als Ausdruck niedrigen Sozialneids diskreditiert wird, werden Gleichheitspostulate politisch denunziert.
Rosanvallon spannt vor seinen Leser/innen ein sozial- sowie begriffsgeschichtliches Panorama auf, das die Geschichte der Gleichheitsvorstellungen vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart des frühen 21. Jahrhunderts darstellt. Die sich abzeichnende Zerstörung der sozialen Matrix, die Basis jeder Demokratie, ist die zeitdiagnostische Beobachtung, an der sich Rosanvallons Ausführungen orientieren.