Die Illusionen der anderen

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Über das Lustprinzip in der Kultur
  • Verlag: Suhrkamp
  • 26.08.2002
  • Buch
  • 325 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-518-12279-2
Bibliografische Daten
  • AutorInnen: Robert Pfaller
  • Buchtitel: Die Illusionen der anderen
  • Untertitel: Über das Lustprinzip in der Kultur
  • ISBN: 978-3-518-12279-2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Produktart: Buch
  • Seiten: 325
  • Erscheinung: 26.08.2002
  • Einband: kartoniert
  • Reihe (Titel): edition suhrkamp
  • Bandnummer: 2279
  • Format: 109 x 174 mm
  • Hersteller:

    Suhrkamp Verlag AG
    Torstr. 44
    DE-10119 Berlin

    Tel: +49 30 7407440
    Fax: +49 30 740744199
    E-Mail: verkauf@suhrkamp.de
    URL: www.suhrkamp.de
Autor:innenbeschreibung
Robert Pfaller, geboren 1962, studierte Philosophie in Wien und Berlin und ist nach Gastprofessuren in Chicago, Berlin, Zürich und Straßburg Professor für Philosophie an der Kunstuniversität Linz. Von 2009 bis 2014 war er Professor für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst Wien. In den Fischer Verlagen ist von ihm »Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft. Symptome der Gegenwartskultur« erschienen, die vielbeachtete Studie »Wofür es sich zu leben lohnt. Elemente materialistischer Philosophie«, »Zweite Welten. Und andere Lebenselixiere« sowie im Fischer Taschenbuch »Kurze Sätze über gutes Leben«. Mit Beate Hofstadtler hat er außerdem den Band »After you get what you want, you don't want it. Wunscherfüllung, Begehren und Genießen« herausgegeben. Zuletzt erschien von ihm »Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur« (2017). 2020 wurde ihm der Paul-Watzlawick-Ehrenring verliehen.
Produktbeschreibung
Unter den diversen Einbildungen gibt es zunächst jenen vertrauten Typ, den manche Leute stolz als ihre Überzeugung für sich reklamieren - etwa wenn sie sagen, daß sie an ein Leben nach dem Tod, an die Vernunft der Menschen oder an die Selbstregulierung der Märkte glauben. Daneben aber existiert noch ein zweiter, selten beachteter und viel weniger greifbarer Typ: nämlich jene Einbildungen, die oft anderen Leuten (zum Beispiel den Vorfahren, den Kindern, oder "Wilden", Naiven etc.) zugeschrieben werden, zu denen aber niemals irgendjemand sich selbst bekennt, indem er etwa sagt: "Ich glaube an den Weihnachtsmann, und dazu stehe ich". Da solche Einbildungen sozusagen ohne Eigentümer auskommen müssen und ihre Präsenz immer nur dann zeigen, wenn sie anderen Leuten unterstellt werden, erscheinen sie als "Illusionen der anderen". Diese prinzipiell nur den anderen unterstellten Einbildungen werden in dieser Studie als das allgemeine Lustprinzip in der Kultur kenntlich gemacht: Sie sind in der Kunst, in der Alltagskultur, in sämtlichen Spielen, im Sport, in der Erotik sowie in therapeutischen Glückstechniken am Werk. Überall dort, wo große (mitunter exzessive) Mengen an Lust entstehen, hat man es mit solchen "anonymen" Illusionen zu tun. Durch eine Analyse ihrer Faszinationskraft wird in der Folge erklärt, weshalb diese Einbildungen regelmäßig eine so extreme, zwingende Macht gerade auf jene Leute ausüben, die nicht an sie glauben. Schließlich wird jene Tendenz in der Kultur untersucht, die bewirkt, daß die Einbildungen ohne Eigentümer zunehmend von den bekenntnishaften Überzeugungen überlagert und verdeckt ...
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