Frankfurter Buchmesse 2026
Auch heuer wurden im Rahmen der Messe zahlreiche Preise verliehen.Ausgezeichnete Literatur
Die 78. Frankfurter Buchmesse endete mit 236.000 Besucher:innen. Als Ehrengast war Tschechien eingeladen, zahlreiche Auszeichnungen – wie der Deutsche Buchpreis, der Deutsche Jugendliteraturpreis, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis und der Preis der Hotlist – wurden vergeben.
Deutscher Buchpreis geht an Shida Bazyar
Für ihren Roman "Die Lücken" (Kiepenheuer & Witsch) wurde Shida Bazyar mit dem Deutschen Buchpreis 2026 ausgezeichnet. "Der Roman 'Die Lücken' von Shida Bazyar reflektiert anhand einzelner Figurenschicksale fast 100 Jahre ambivalenten deutschen Lebens. Es waren Nachbarn, die zusahen, wie jüdische Menschen aus den Straßen verschwanden. Es sind Nachbarn, die Entscheidungen treffen, ob Menschen mit Migrationsgeschichte sich zu Hause fühlen", heißt es in der Jurybegründung. "Die Autorin wählt überzeugende literarische Strategien: Der Blick einer toten Erzählerin und die kaleidoskopische Struktur des Textes ermöglichen es, zwischen den Zeiten zu springen sowie Nähe und Distanz zu erzeugen."
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Sieben Auszeichnungen beim Deutschen Jugendliteraturpreis
Die Autorin Jutta Richter wurde 2026 mit dem Sonderpreis Gesamtwerk geehrt. Den Sonderpreis Neue Talente erhielt Franziska Hörner für ihren Coming-of-Age-Roman "Und mir bleibt der hässliche Hund" (Thienemann). Die Kritikerjury prämierte in der Kategorie Bilderbuch den Titel "Hier kommt ein T-Rex vor. Und das ist erst der Anfang!" (Aladin) von Julie Douine und Noémie Favart (Illustration), in der Kategorie Kinderbuch überzeugten Anna Maria Praßlers (Text) und Theresa Strozyks (Illustration) Titel "Keine Party ist auch keine Lösung" (Klett Kinderbuch). In der Sparte Jugendbuch konnte sich Maja Nielsen mit "Das falsche Leben" (Gerstenberg) durchsetzen. Sieger beim Sachbuch war Birgit Weyhe mit ihrer Graphic Novel "Schweigen" (avant). Die Jugendjury kürte "Badjens" (Orlanda) von Delphine Minoui.
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Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für Philippe Sands
Philippe Sands erhielt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026: "Als eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen unserer Zeit setzt sich der französisch-britische Jurist und Schriftsteller für Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts ein", begründete die Jury ihre Entscheidung. "Der Nachkomme von Holocaustüberlebenden zeigt entlang der eigenen Familiengeschichte, wie dieses Recht entstanden ist und welche Erfahrungen hinter den Tatbeständen 'Genozid' und 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit' stehen."
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Weitere Preise
Der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis 2026 ging an Konstantin Richter für "Dreihundert Männer" (Suhrkamp). "Cum/Ex, Milliarden und Moral" (Heyne) von Anne Brorhilker und Traudl Bünger erhielt den Leserpreis. Der Preis der Hotlist 2026 wurde dem Allee Verlag für den Roman "Dein Wille wohnt in den Wäldern" von Mattias Timander verliehen. Cloe Walsh ist BookTok-Autorin des Jahres 2026.
Foto: Frankfurter Buchmesse/Fernando Baptista